Garra flavatra, Prachtalgenfresser


Garra flavatra, Prachtalgenfresser

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Garra flavatra, Prachtalgenfresser
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Wissenschaftlicher Name: Garra flavatra

Umgangssprachlich: Prachtalgenfresser, Rotflossen-Saugbarbe, Panda-Saugbarbe

Größe:  maximal 10 cm; geliefert werden subadulte Tiere von 3,5-5 cm Gesamtlänge

Lebenserwartung: mehr als 5 Jahre

 

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Empfohlene Aquariengröße: ab 112 l (80x30x35 cm) aufwärts

Wasserwerte: Temperatur 18-28 °C; pH 5,4-7,8; Härte 2-15 °dH

Ernährung: In den natürlichen Lebensräumen vermutlich Zooplankton passender Größe und/oder Aufwuchs. Im Aquarium sind die Fische Allesfresser, wobei sie durchaus Vorlieben für bestimmte Nahrung entwickeln können. Gut angenommen wird beispielsweise qualitativ hochwertiges Futtergranulat, aber auch solches Lebend- und Frostfutter, das in das Maul passt, ebenso Flockenfutter.

Vorkommen: Die Prachtalgenfresser kommen im westlichen Myanmar, genauer in Gewässern des Bundesstaates Rakhine vor. Die kleinen Bäche und Flüsse entwässern das Rakhine Yoma- bzw. Arakan-Gebirge zum Golf von Bengalen hin. Die Gewässerabschnitte, in denen G. flavatra bisher nachgewiesen wurde, besitzen überwiegend keine Vegetation und werden eher durch Sand und Geröll strukturiert. Die Durchflussmenge der Gewässer kann sich je nach Jahreszeit und Niederschlagsmengen drastisch ändern, was für die Saugbarben aber wohl kein Problem darstellt. Ihre Nahrung suchen sie im Aufwuchs auf dem Substrat, und darüber hinaus noch in den Schlammablagerungen strömungsarmer Bereiche.

 

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Haltung: Diesen meist bis zu 9 cm Länge erreichenden Fischen sollte man ein ausreichend dimensioniertes Aquarium bezugsfertig machen. Das darf gerne 200 l oder mehr Volumen haben. Der Aufbau kann ganz simpel bleiben und aus Sand bzw. feinem Kies als Bodensubstrat bestehen. Größere Kies- oder Gesteinsbrocken mit möglichst glatter Oberfläche sowie einige Totholzstücke kommen den natürlichen Gegebenheiten am nächsten. Da die Prachtalgenfresser Wasserpflanzen nicht weiter beachten, bleiben auch diese eine Option, sei es nun eingepflanzt im Substrat oder aufgebunden.

Wichtig ist auf jeden Fall eine gute Wasserpflege. Zum einen sorgt man mit einem Motoraußen- oder -innenfilter für eine gewisse Strömung und den nötigen Sauerstoffeintrag (eine Strömungspumpe ist eine empfehlenswerte Alternative), zum anderen sollten regelmäßig größere Wasserwechsel durchgeführt werden, um ein Ansteigen der Wasserbelastung auf für die Fische ungünstige Werte zu vermeiden. So wird auch der pH-Wert vermutlich nie „in den Keller rauschen“, eine Gefahr, der man die Fische gerade bei starker Fütterung ansonsten unbewusst aussetzt.

 

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Um eine gewisse Algenbildung zu fördern, wählt man am besten eine hellere Beleuchtung. Die Fische mümmeln gerne am so entstandenen Belag, obwohl sie sich allein davon sicherlich nicht ernähren können. Garra flavatra gelten als gute Vertilger von Pinselalgen, sind aber keinesfalls reine Vegetarier: Lebende und gefrorene Mückenlarven, Bachröhrenwürmer, gefrorene Salinenkrebse und Mysis werden ebenso gut angenommen wie hochwertiges Futtergranulat (gerne mit Algen- und Muschelfleischanteil). Ergänzen lässt sich das Ganze dann zum Beispiel mit (besser überbrühtem) Obst und Gemüse. Doch lassen Sie Augenmaß walten! Die Portionen immer nur in der Menge verabreichen, dass möglichst kein Futter übrigbleibt, das schließlich im Aquarium zu gammeln anfängt.

Den nötigen Sauerstoffeintrag und die Wasserbewegung übernimmt am besten ein handelsüblicher Innen- oder Außenfilter. Darüber hinaus tragen regelmäßige Wasserwechsel zum Wohlbefinden der Fische bei. Dabei dürfen auch größere Mengen gewechselt werden, eine Temperaturanpassung ist nicht unbedingt nötig, wenn das Tauschwasser in den oben angegebenen Wertebereichen bleibt.

Selbst bei diesen kleinen Schmerlen ist es wichtig, das Aquarium vollständig abzudecken. Werden die Fische nämlich unglücklich verschreckt, dann können sie durch das Becken schießen und im Extremfall sogar aus dem Wasser springen.

Verhalten: Auch wenn die Prachtalgenfresser in ihren Biotopen manchmal in größeren Mengen vorkommen, ist das kein Indiz für völlig friedfertige Fische. Im begrenzten Raum eines Aquariums können sie zur Intoleranz gegenüber Artgenossen und Arten ähnlicher Körperform neigen, was sich in längeren Verfolgungsjagden und Unterdrückung der schwächeren Tiere äußert. Wichtig wäre es also, die Saugbarben entweder in einer größeren Gruppe von 8-10 Fischen zu pflegen, oder sie zumindest mit Tieren weiterer Arten zu vergesellschaften und auf jeden Fall auch Versteckplätze anzubieten. Selbst kleinere Fische, beispielsweise Bärblinge der Gattung Danio lassen sich zu unseren Garra setzen, ohne dass denen Schlimmes widerfährt. Die Prachtalgenfresser zeigen einfach kein Interesse an ihnen.

 

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Vermehrung: Allzu viel weiß man noch nicht über die Vermehrung von unseren G. flavatra. Vermutet wird, dass es wohl Laichzeiten gibt, zu denen dann die geschlechtsreifen Männchen einen Laichausschlag entwickeln, wie man das auch von anderen Cypriniden her kennt. Was das Fortpflanzungsverhalten auslöst, darüber wird spekuliert.

In Myanmar beschäftigt sich zumindest eine Zierfischzucht- und -exportfirma bereits seit 2008 mit der Vermehrung dieser Art. Man geht dort davon aus, dass die Fortpflanzungsperiode saisonal von Mai bis Juli reicht, was in den Anfang der Monsunzeit fällt. Man arbeitet zur Zucht mit erwachsenen Wildfangtieren, die über entsprechendes Futter und eine Erhöhung der Strömung im Aquarium konditioniert werden. Wenn die Männchen schließlich den typischen Laichausschlag zeigen und die Weibchen an Leibesumfang zugenommen haben, setzt man sie paarweise in 80-l-Becken, die über ein Rohrsystem mit Quellwasser versorgt werden (Leitwert 80µsiem/cm, pH-Wert um 7).

 

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Die höchsten Fortpflanzungsaktivitäten scheinen am frühen Morgen zu erfolgen und gipfeln in der Abgabe der Geschlechtsprodukte. Befruchtet Eier sollen anfangs klar sein und einen Durchmesser zwischen 1,6 und 1,8 mm besitzen. Aus ihnen schlüpfen in Temperaturabhängigkeit nach 24-30 Stunden die Larven, die zunächst noch drei weitere Tage vom Dottervorrat leben können. Anschließend muss der Nachwuchs angefüttert werden, was in der Züchterei mit einer Eigelbsuspension erfolgt. Zum Ende der ersten Lebenswoche sind sie bereits fähig, Artemia-Nauplien zu bewältigen. Wenn sie 1,5 cm Länge erreicht haben, werden sie langsam auf das Erwachsenenfutter umgestellt.

Wer den Aufwand nicht scheut, sollte es auch bei uns schaffen, diese hübsche Art nachzuziehen. Ein nicht zu kleines Zuchtaquarium, eventuell eine Strömungspumpe und eine leichte Temperaturabsenkung sind wichtige Voraussetzungen, hinzu kommt sicher auch weiches Wasser. Beim Aufzuchtfutter ließe sich gewiss noch experimentieren, aber da wollen wir jetzt nicht ins Detail gehen. Ein gewisser Reiz sollte ja erhalten bleiben.

Richtiges Einsetzen der Fische: Schneiden Sie diese Beutel vorsichtig am Knoten auf und geben Sie den Inhalt samt Fischen in einen kleinen Eimer (den anschließend unbedingt abdecken). Danach können Sie langsam Aquarienwasser zugeben, damit die Tiere behutsam an die neuen Wasserbedingungen gewöhnt werden. Nach ungefähr 20 Minuten fangen Sie die Tiere vorsichtig aus dem Eimer und geben sie ohne das Wasser aus dem Gefäß in das Aquarium.

 

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Bitte beachten: Färbung und Zeichnung sind bei dieser Art individuell ausgeprägt, daher können die gelieferten Tiere von den Abbildungen geringfügig abweichen.

Diese Fische können deutschlandweit versandt werden. Die Lieferung erfolgt ausschließlich per Übernachtzustellung und durch einen zugelassenen Tiertransport. Die Versandtage sind Montag bis Donnerstag.

Beachten Sie bei Angabe der Lieferadresse, dass dort die Annahme der Lieferung gewährleistet ist. Auch die Angabe einer Telefonnummer kann helfen und ist mittlerweile vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Eine Anlieferung an eine Packstation ist nicht möglich.

Die gesunde Ankunft Ihrer Tiere liegt uns sehr am Herzen. Bei Bestellungen bis spätestens Mittwoch, 10 Uhr, können die Tiere meist noch in der gleichen Woche versandt werden. Bei später eintreffenden Bestellungen kann es passieren, dass der Versand erst in der Folgewoche erfolgt, weil er beim Transportunternehmen angemeldet werden muss und wir die Fische auch auf die Reise vorbereiten müssen.

Zum Wohle der Tiere behalten wir uns vor, bei extremer Hitze oder Kälte (Temperaturen über 30 °C und unter 0 °C), den Versand auf andere Tage zu verlegen. Wir können nur die lebende Ankunft der Tiere beim Kunden garantieren. In den kalten Monaten von November bis April erfolgt der Versand gegebenenfalls mit Heatpacks und – egal zu welcher Jahreszeit – stets in dickwandigen Styroporboxen.

Die zur Bestellung gehörende Rechnung geht Ihnen vorab per E-Mail im PDF-Format zu.

Das Widerrufsrecht ist ausgeschlossen bei Waren, die nach speziellen Wünschen des Kunden angefertigt wurden, sowie bei schnell verderblicher Ware. Dazu gehören auch diese Wirbeltiere.

 

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